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Aktuelles

12. Ökumenische Sommerakademie

Stift Kremsmünster

14. - 16. Juli 2010


Seminar – Spiritualität und Strategien der Gewaltfreiheit

am 29. bis 31. Oktober 2010
Bildungshaus St. Georg
3632 Traunstein / Waldviertel
mit Frau Dr. Hildegard Goss-Mayr und P. Herwig Büchele SJ
Gesamtpreis (Seminar, Übernachtungen, VP):
DZ 74,--  EZ 84,--
Details

Anmeldung erbeten:
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Fax 0732 781568
Tel 0681 1046 7112
Netzwerk von Christen
Friedensplatz 2
4020 Linz

BUCHNEUERSCHEINUNG (Sept. 2010)

Gewaltfrei leben -
Die Herausforderung der Bergpredigt – Utopie oder Chance?
P. Herwig Büchele SJ
Pustet Verlag

Details

Brücke Artikel 06/2010

P. Herwig Büchele SJ

Sie möchten sich beteiligen? Die Finanztranskationssteuer braucht Ihre Hilfe! Wir brauchen viele Menschen, die anderen erzählen, wie wir diese Krise der Banken zu einer Chance für die Welt machen können.

www.makefinancework.org/-Je-veux-participer-.html



Veranstaltung - Global Marshall Plan Initiative der Region
Steyr/Kirchdorf

5. Mai 2010 um 19 Uhr in Micheldorf (OÖ)
Gerechtes Geld - Gerechte Welt
Artikel über die Veranstaltung



Den Blick nach vorn - Ökosozial leben und wirtschaften

„Den Blick nach vorn“ ist nicht nur Buchtitel, sondern gleichsam jenes
Motto, das Josef Riegler seit seiner frühesten Kindheit begleitet und die
Stationen seines bewegten Lebens geprägt hat.

Kaum jemand ist als Politiker so sehr Mensch geblieben,
kaum jemand ist als Mensch so sehr der Politik in ihrer ganz
ursprünglichen Bedeutung verhaftet, nämlich Politik als
Gestaltungsinstrument für Wirtschaft und Gesellschaft
aufzufassen und zu betreiben. Kaum jemand verkörpert die
Einheit aus persönlichem Denken und Fühlen einerseits und
öffentlichem Handeln für die Allgemeinheit andererseits so wie
Josef Riegler.

Diese jüngste Publikation, herausgegeben vom
„Ökosozialen Forum Österreich“,
dem „Ökosozialen Forum Steiermark“ und dem „Club Niederösterreich“,
ist eine Sammlung von Memoiren, Aufsätzen und Reden eines Politikers,
der aus einem tiefempfundenen  Wertebewusstsein heraus zeitlebens
die hohe Kunst des Balancehaltens – der Balance zwischen einer
freien Wirtschaft mit  Entfaltungsmöglichkeiten für den Einzelnen und der sozialen und
ökologischen Verantwortung für Umwelt und Menschen – proklamiert
hat. Josef Riegler erlaubt dabei aber auch tiefe Einblicke in seine
Gedanken- und Gefühlswelt, er führt den Leser nicht nur auf eine Reise
durch mehr als ein halbes
Jahrhundert spannender Zeitgeschichte, sondern bietet Antworten auf
brennende Fragen der Gegenwart und Zukunft.



Preis: € 14,-- /Stk. (inkl. 10 % MwSt. zuzügl. Versandspesen)

Kontakt

Club Niederösterreich
Bartensteingasse 4/16
1010 Wien

Telefon: 01/533 84 01
Fax: 01/533 84 01 – 20

Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können

Interview
mit Vizekanzler a.D. DI Dr. Josef Riegler


Mit erneuerbaren Energie zu sicherer Energieversorgung und wirksamem Klimaschutz in Österreich - ein oekonews-Buchtipp

Das brandneue, gerade vorgestellte Buch von Heinz Kopetz rüttelt zu Beginn mit einer dramatischen Schilderung auf: In einer Winterwoche, zwischen 2012 und 2025, kommt es ganz plötzlich zum Energienotstand: Die Lichter gehen aus, die Wohnungen und Häuser bleiben kalt. Die Menschen frieren, sie haben keinen Strom mehr. Was können und müssen wir tun, damit wir diese Szenen nicht erleben?

Dr. Heinrich G. Kopetz geht in seiner auf wissenschaftlichen Fakten und energiepolitischen Realitäten aufbauenden Neuerscheinung wichtigen Fragen aus dem Energiebereich nach: Warum droht ein Energienotstand? Wie kann er verhindert werden? Wer trägt die Verantwortung für eine sichere Energieversorgung in der Zukunft? Wie lange haben wir noch genug Öl und Gas? Macht eine Nabucco-Pipeline überhaupt Sinn? Potentiale, Perspektiven und Ziele werden äußerst klar aufgezeigt.

Wie ein roter Faden zieht sich eine wichtige Erkenntnis durch das Buch: Um einen Energienotstand zu vermeiden und gleichzeitig den Klimawandel zu bremsen, müssen wir dringendst auf erneuerbare Energieformen wie Solarstrahlung, Biomasse, Wind, Wasserkraft umsteigen- Nur damit wird unserer Energieversorgung wieder sicher.

Die sieben wichtigsten Thesen im Buch "Die vermeidbare Energiekrise":

Wir steuern auf einen Energienotstand zu

Ein Energienotstand in Form einer vorübergehenden Unterbrechung der Energieversorgung droht, wenn die traditionelle Energiepolitik mit Öl, Gas und Kohle als Hauptenergieträger fortgesetzt wird, weil die Produktion von Erdöl in den kommenden Jahren, jene von Erdgas einige Jahre später, weltweit zurückgeht und der internationale Streit um die knappen Mengen zu Versorgungsengpässen führen kann.

Politik ignoriert unangenehme Tatsachen

Die Möglichkeit eines Energienotstandes wird in der öffentlichen Debatte weitgehend ignoriert. Daher gibt es auch keine ausreichende politische Bereitschaft, einen möglichen Energienotstand zu verhindern. Dieses Ausblenden unangenehmer Entwicklungen wird durch die Öffentlichkeitsarbeit der fossilen Energiewirtschaft begünstigt, weil diese die Situation optimistischer darstellt als es Berichte internationaler Organisationen und unabhängiger Fachleute vorgeben.

Wegen falscher Fakten und Einschätzungen wird sichere Energieversorgung verschleppt und kaum Vorsorge getroffen

Durch das Ignorieren unangenehmer Fakten geht wertvolle Zeit für strukturelle Umstellungen der Energieversorgung auf erneuerbare Energien verloren, Zeit, die dann in Zeiten der Energiekrise fehlen wird.

Ein Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas ist unausweichlich

Es gibt nur eine erfolgreiche Strategie um Energiekrisen zu verhindern: der rasche Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle und der Umstieg auf einen Mix aus erneuerbaren Energien, besserer Effizienz und auf Energiesparen.

Unumgänglich: Mehr als 66 Prozent erneuerbare Energie bis 2030 - 100 Prozent erneuerbarer Energieeinsatz sind möglich!

Die Zeit wird immer knapper: Wenn Österreich sofort die notwendigen Rahmenbedingungen schafft, ist es möglich, bis 2020 mehr als 40 Prozent, bis 2030 mehr als 66 Prozent und bis 2040/2050 100 Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken.

Für die Energiewende sind eine Kohlendioxid-Abgabe, eine Ressourcenabgabe und ein großzügiges Förderprogramm notwendig

Um auf eine sichere Energieversorgung mit erneuerbaren Energieträgern umzustellen, ist Folgendes notwendig: eine Kohlendioxidsteuer, eine Ressourcenabgabe, ein großzügiges stabiles Förderprogramm sowie neue gesetzliche Rahmenbedingungen für den Ausbau der erneuerbaren Strom- und Wärmeerzeugung und der erneuerbaren Gasversorgung. Außerdem ist eine umfassende, sachliche Information der Bevölkerung über die Vorteile einer Energiewende unabdingbar.

Klimaschutzpolitik: Treibhausgase drastisch senken

Ein wichtiger Nebeneffekt dieses Umbaues der Energieversorgung ist der dramatische Rückgang der Treibhausgase und damit die Erfüllung der Verpflichtungen aus den Klimaverträgen. Der Umbau des Energiesystems ist der einzig sinnvolle Weg, um die Treibhausgase dauerhaft zu senken und daher auch die einzig vernünftige Antwort auf die Forderungen, die sich aus der Konferenz in Kopenhagen ergeben werden.

Der Aufbau einer solaren Energiewirtschaft ist eine Option ohne Alternative. Österreich hat wie kaum ein anderes Land auf der Welt die Chance, dies in den kommenden Jahrzehnten zu beweisen. Diese immense Chance sollten wir nutzen und endlich handeln!

Das Buch schließt mit dem Satz:
"Der Worte sind genug gewechselt, jetzt lasst uns endlich Taten sehen!" - Dem können wir uns nur anschließen - das Buch untermauert unsere Thesen und Erkenntnisse.

Ein spannendes Sachbuch, das der Wahrheit auf den Grund geht und das wir für alle, die sich für Energiepolitik und Erneuerbare Energien interessieren, absolut empfehlen können.

Der Autor, Heinz Kopetz, ist Vorsitzender des Österreichischen und des Europäischen Biomasse-Verbandes.

Die vermeidbare Energiekrise

Autor: Heinrich G. Kopetz
Herausgeber Österreichischer Biomasse-Verband
ISBN 978-3-7059-0307-4
Preis 19,50 Euro inkl. 10 % MwSt.

Bestellung:
Österreichischer Biomasse-Verband
Franz Josefs-Kai 13, A-1010 Wien, Telefon: 01/533 07 97


 

 

 

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Zum missionarischen Atheismus der Gegenwart

Wir dürfen Sie heute schon darauf hinweisen, dass am 26. 4. 2010 um 19.30 Uhr im Priesterseminar der Diözese Linz (Harrachstraße 7) die Präsentation des neuen Buches von Pater Herwig Büchele SJ stattfinden wird: „Gott finden  - Christliche Positionen versus atheistischer Lebensentwürfe“.

Herr Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Herr Landesrat Rudi Anschober haben sich bereit erklärt, dieses Buch in Statements zu kommentieren.


Gott finden
Christliche Positionen versus atheistische Lebensentwürfe
P. Herwig Büchele SJ

Wie lebe ich richtig? Woran und vor allem an wem kann ich mich orientieren? Dieses Buch konfrontiert die Dramatik des Lebens und Geschicks Jesu von Nazaret mit atheistischen Lebensentwürfen von Nietzsche bis zum liberalistisch-kapitalistischen Wirtschaftssystem. Die Grundspannung zwischen diesen Existenzvorschlägen zwingt den Menschen, der sich auf dieses Kräftefeld einlässt, zu einer Grundentscheidung.
Der Autor zeigt in Auseinandersetzung mit atheistischen Positionen den besonderen Wert der Botschaft Jesu für ein sinnerfülltes Leben.


P. Herwig Büchele SJ, geb. 1935, Professor em. für Christliche Gesellschaftslehre an der Universität Innsbruck.



Der folgende Kommentar zur neuen Sozialenzyklika Papst Benedikt XVI. wurde
von P. Herwig Büchele SJ am 9. Juli 2009 in der Zeitung "Die Presse" veröffentlicht.

„Die Wahrheit wird euch frei machen“

Die dritte Enzyklika Benedikt XVI. trägt den Titel „Caritas in veritate“. Sie  versteht sich als Fortführung der Soziallehre der katholischen Kirche im Zeitalter der Globalisierung. Äußerer Anlass des Sozialschreibens ist der 40. Jahrestag der Enzyklika „Populorum progressio“ von Papst Paul VI.

 Die Sozialenzyklika des gegenwärtigen Papstes unterscheidet sich in ihrer ethischen Grundlegung sehr klar von allen bisherigen lehramtlichen Sozialschreiben der katholischen Kirche. Während in den bisherigen Sozialenzykliken vornehmlich philosophisch-naturrechtlich argumentiert wurde, begründet Benedikt XVI. seine Aussagen auf dem Fundament einer theologischen Ethik.

 Seine Grundthese ist: Die geistig-geistliche Dimension des Lebens hat alle anderen gesellschaftlichen Daseinsformen zu bestimmen (§ 78). Überall dort, wo der Vorrang der spirituellen Dimension  des Lebens nicht garantiert ist, rücken die Mittel zu Selbstzwecken auf  - : die Bibel nennt das die Welt der Götzen. „Der Gewinn ist nützlich, wenn er in seiner Eigenschaft als Mittel einem Zweck zugeordnet ist…Die ausschließliche Ausrichtung auf den Gewinn läuft …Gefahr, Vermögen zu zerstören und Armut zu schaffen“ (§ 21). Jede menschliche Aktivität, die auf das reine Begehren von Mitteln ausgerichtet ist, führt zu offener oder subtiler Gewalt, weil dieses Begehren von Gier und Neid geleitet ist, dadurch die Logik der Macht-Konkurrenz auslöst und so gleichzeitig Unrechtsstrukturen verfestigt. „Die Wirtschaft und das Finanzwesen können, insofern sie Mittel sind, tatsächlich schlecht gebraucht werden….an sich gute Mittel können in schadenbringende Mittel verwandelt werden“ (§ 36). Der „Gewinn ist als Mittel zu begreifen, um den Zweck der Humanisierung des Marktes und der Gesellschaft zu erreichen“ (§ 47). Ja, selbst das „Religiöse“ kann zum „Deckmantel“ für „Gier nach Herrschaft und Reichtum“ missbraucht werden (§ 29).

 Den Sinn der Soziallehre der Kirche sieht Benedikt in der „Verkündigung der Wahrheit der Liebe Christi in der Gesellschaft“ (§ 5). „Sie ist Dienst an der Wahrheit, die befreit“ (§ 9). Unter „Wahrheit“ versteht der Papst die erhellende und befreiende Wirklichkeit Gottes, die alle Wirklichkeit tragende Liebesmacht Gottes. Diese Wahrheit ist für ihn die Wahrheit des Glaubens und der Vernunft. Angesichts der dramatischen Probleme der Welt von heute „helfen sich Vernunft und Glaube gegenseitig. Nur gemeinsam werden sie den Menschen retten“ (§ 74). „Die Vernunft bedarf stets der Reinigung durch den Glauben…Die Religion bedarf stets der Reinigung durch die Vernunft“ (§ 56).

 Aufgrund des Glaubens bleibt der Christ durch die Offenbarung unbedingt gefordert. Jesus Christus ist für ihn umgreifender und unterscheidender Maßstab: der Weg (Methode), die Wahrheit (Theorie) und das Leben (Praxis). Im Glauben wird die politische Vernunft in ihrer natürlichen, menschengemäßen Möglichkeit als solche freigesetzt. Dies besagt, dass die Politik sich definieren kann als Einsatz zur Schaffung der Voraussetzungen einer menschenwürdigen Gesellschaft in allen ihren Dimensionen, einer Gesellschaft, die – wie Benedikt betont – den Prinzipien der Gerechtigkeit und des Gemeinwohls verpflichtet sein muss (§ 6/7).

In dieser Enzyklika weist Papst Benedikt besonders auch auf die große Bedeutung der Zusammenarbeit der Weltreligionen hin. „Auch andere Religionen lehren Brüderlichkeit und Frieden und sind daher für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen von großer Bedeutung“ (§ 55). Dort, wo der Mensch sein Begehren ganz auf Gott ausrichtet – „mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft“ – wird er davon befreit, an den Götzendienst zu verfallen, und ermächtigt, am „Aufbau der sozialen Gemeinschaft in der Achtung des Gemeinwohls“ mitzuwirken (§ 55).

 Um das weltweite Kooperations- und Koordinierungsdilemma zu überwinden, um das globale Wirtschaftssystem und die internationalen Finanzmärkte in gemeinwohlgerechtere Bahnen zu lenken, fordert der Papst – in Fortführung einer Grundforderung Papst Johannes XXIII. – eine

„echte politische Weltautorität“ (§ 67). „Eine solche Weltautorität muss sich dem Recht unterordnen, sich auf konsequente Weise an die Prinzipien der Subsidiarität und Solidarität halten, auf die Verwirklichung des Gemeinwohls hingeordnet sein“ (§ 67). Einer solchen Weltautorität kommt die Aufgabe zu, die „internationale Zusammenarbeit auf die solidarische Entwicklung aller Völker hin“ auszurichten (§ 67). Sie hat „eine geeignete vollständige Abrüstung zu verwirklichen“, „Sicherheit und Frieden“ zu fördern, „den Umweltschutz zu gewährleisten und die Migrationsströme zu regulieren“ (§ 67).

 Am Schluss seiner Enzyklika wendet sich Benedikt insbesondere an den Christen. Er erinnert ihn an das Wort Jesu: „Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen“ (Joh 15,5) und ermuntert ihn mit seiner Verheißung: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28, 20).


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